Gute Lektüre
aber....

Georg S*** (
8. Mai
2011)
Ich habe mir alle 3 Miteinander Reden gekauft....für mich(das muss
auf keinen Fall bei jedem sein)sind diese Bücher viel zu
kompliziert geschrieben.Wenn man Menschen für dieses Thema
interessieren will,dann sollte es nicht für eine Elite sein,die das
versteht.Einfacher kann man auch schreiben.
Nützliche Hilfestellungen für Partner, Erzieher und
Unternehmen

H. J*** K*** (
3.
September 2010)
I. Generelles
1. Wichtigkeit
Da stehen die wichtigen Bücher in der Bibliothek, nur ergibt sich
das erst mit der Lektüre. Weil vieles nach der Lektüre ruft, bleibt
Wichtiges zu lange stehen. So ging es mir mit Schultz von Thun: Es
ist bedeutsame, edukative, lebenswichtige Lektüre.
2. Eindrücklichkeit
Schultz von Thun folgt seinen eigenen Prinzipen der Kommunikation,
wenn er schreibt. Also sind die Bücher transparent strukturiert,
verständlich geschrieben, abwechlungsreich und immer erhellend
illustriert.
3. Authentizität
Schultz von Thun hat für jedes dieser Bücher zehn und mehr Lebens-
und Forschungsjahre investiert. Sie sind gereift und auch das macht
er transparent, wenn er an verschiedenen Stellen vor allem des
zweiten und des dritten Bandes von den Umwegen und Irrtümern
erzählt, die ihm und seinen Mitstreitern unterlaufen sind.
4. Progression
Die drei Bände spielen bestens zusammen. Im letzten Band ist das
Wissen aus dem ersten noch immer anwend- und einbringbar. Es ist
ein kohärentes System geworden. Kein wunder indessen, dass der
letzte, der abschliessende Band der dichteste, wichtigste,
bedeutsamste u nd hilfreichste geworden ist. Wer in Eile ist und
selektieren muss, der lese diesen Band.
5. Diskurssituation
Die relationale Psychologie plädiert und argumentiert völlig
richtig, aber keine der Berühmtheiten aus dieser Ecke gibt uns
Instrumente an die Hand, wie diese Balance, die Spannungen und
Machtumkehrungen, der Anerkennung aller als Subjekte angestrebt
werden kann.
Da hinein ist Schultz von Thun gestossen: Er liefert und die
Instrumente, um das humanistische Ideal anzustreben, Step-by-Step.
Von Thun ist enorm konkret und realitätsgebunden und nie um
Beispiele und erhellende Berichte verlegen, weil er schon lange in
der Beratung tätig war, aber auch professorale Forschung betrieben
hat, aus der z. B. Erfahrungsberichte stammen.
6. Thematische Abgrenzung
Schulz von Thun weist gewissermassen gegen unten, in die
Psychologie eines Individuums dort eine Grenze, wo eine gewisse
Verallgmeinerung nicht mehr möglich ist und im Urteil von Schultz
von Thun eine psychologische Einzeltherapie greifen müsste. Gegen
oben indessen, ins Allgemeine, in's Politische und Philosophische
kennt der Autor keine Grenze. Das ist eine weitere Fazette, die
diese Bücher ausserordentlich interessant machen
II. Der zweite Band
Der Übertitel ist bei allen drei Bänden gleich: Miteinander Reden
1-3. Sie unterscheiden sich äusserlich also durch die Untertitel.
Der zweite Band heisst dort: Differentielle Psychologie der
Kommunikation.
Vorab sei gesagt, dass in diesem Band zwei neue Instrumente
eingeführt werden. Da ist einmal das Teufelskreischema, wo negative
Wechselwirkungen zwischen zwei Kommunikatonsteilnehmern erfasst und
danach umgewandelt werden können durch eine horizontale
Kommunikation.
Das zweite neue Instrument ist das Entwicklungsquadrat, mit dem
erfasst wird, dass ein Wert, eine Tugend, ein
Persönlichkeitsmerkmal nur aufblüht in der dialektischen Spannung
zu einem gegenüberliegenden Wert, einer Schwestertugend. Fehlt das,
so zerfallen die positiven Werte zu Zerfallsprodukten, die unten in
das Quadrat eingesetzt werden. Mit der Hilfe dieses Instrumentes
können empfehlenswerte Entwicklungsrichtungen herausdestilliert
werden.
Dann beschreibt das Buch 8 Kommunikationsstile, vom
bedürftig-abhängigen Stil bis zum
mitteilungsfreudig-dramatisierendem Stil. Auffällig ist, das Schulz
von Thun für alles Stile 10 bis 20 Seiten aufwendet, mit einer
Ausnahme: Dem aggressiv-entwertenden Stil, für den er 35 Seiten
braucht. Der Grund ist leicht zu sehen: Das ist der
problematischste und gleichzeitig ein verbreiteter Stil. Ausserdem
fällt dort eine Revision des Du-Tabus an, für bestimmte
Situationen.
Jeder Stil wird grundsätzlich in drei Schritten erfasst:
Erscheinungsbild, Systemische Betrachtungsweise und
Entwicklungrichtung.
Ganz am Anfang bringt Schultz von Thun auch noch eine kleine
Revision des ersten Bandes an: Die linke Vertikalseite der
vierseitigen Kommunikation wird von der Selbstoffenbarung zur
neutraleren Selbstkundgabe.
Die interessantesten Bemerkungen fallen beim aggressiv-entwertenden
Stil an, der natürlich einen weit offen Ausgang ins Politische
aufweist, dem Schulz nicht selten gerne nachgeht, was immer sehr
erhellend und treffend ist.
Ingesamt fand ich die beiden anderen Bände indessen interessanter.
Schultz von Thun hält zwar verschiedentlich fest, dass wir in alle
Stile fallen können und insofern daran partizipieren, aber ich
konnte mich keinem zuordnen, ausser situativ dem
aggressiv-entwertenden Stil. Wirklich hilfreich - und das wird man
auch im dritten Band sehen - sind die neuen Werkzeuge, der
Teufelskreis und das Werte- und Entwicklungsquadrat.
Systemische Fundgrube - wiederentdeckt

Thorsten H*** (
9.
Februar 2010)
Jahre ist es her, dass ich Schulz von Thuns "Miteinander reden" das
letzte Mal in der Hand hatte. Und natürlich nur den ersten Band.
Band 2 und 3 fristeten ein trostloses Dasein im dazugehörigen
Schuber. Nun habe ich mir - angeregt durch eine Fortbildung - Band
2 vorgenommen und eine wahre systemische Fundgrube entdeckt.
Insbesondere Schulz von Thuns "Kommunikationsstile" (als schöne
Ergänzung/Erweiterung der Kommunikationstypen von Virginia Satir)
sowie seine Ausführungen zum "Wertequadrat" erscheinen mir sehr
ergiebig für die Diagnose sozialer Systeme.
Miteinander Reden - tolles Buch

Marion M*** (
2.
Januar 2010)
Ein Buch, das jeder lesen sollte. Nicht nur, um aktuelle Probleme
in der Kommunikation und im Miteinander zu lösen, sondern um ein
allgemeines Verständnis über das Thema Reden und Verstehen zu
bekommen. Generell ist es ein Fachbuch, allerdings auf eine Art und
Weise geschrieben, die für jeden verständlich ist. Man bekommt
Sichtweisen, was die Kommunikation und die Beziehung zwischen
Sender und Emfänger betrifft, aufgezeigt, die theoretisch
vielleicht jedem klar sind, durch dieses Buch wird es einem aber
ermöglicht, noch tiefer in das Thema einzusteigen und Probleme, die
in der Kommunikation zwischen Menschen entstehen, besser zu
verstehen.
Sehr empfehlenswert!
Kommunikations-Klassiker Schulz von Thuns

Serenus Z*** (
21.
September 2009)
Vier bis fünf Sterne für ein Buch, das gut zu lesen ist und als
Grundlage für viel Erkenntnis - besonders bei seltsamen
Kommunikations-Beziehungen - und Selbstarbeit dienen kann.
Ich bin gerade dabei, Band 1 und 2 jemandem auszuleihen. Wo sonst
findet man sonst allgemein verständlich einen Kommunikationsansatz,
der in vielen Fällen hilfreich sein kann, der Paradoxa wie
verkorkste Kommunikation einmal aufzeigt und Lösungen gleich mit?
Und das auch noch locker genug geschrieben, um auch Nicht-Psycho's
unterstützen zu können?
Dieses Buch kann für die Informationsvermittlung durchaus mit
Kommunikationsseminaren mithalten. Ob es seit 1989 tatsächlich
keine neuen Erkenntnisse gegeben hat, die eine richtige Neuauflage
rechtfertigen würden, vermag ich doch nicht so ganz glauben. Schulz
von Thun geht hier über den ersten Band hinaus - den würde ich als
erste Lektüre zunächst empfehlen.
miteinander reden2

Orman G*** (
15.
August 2009)
Die Serie miteinander Reden 1-3 ist ein sehr gelungenes Buch über
Kommunikation und was man dabei alles falsch machen kann. Es wird
einem sehr schön die möglichen Fettnäpfchen bei der Kommunikation
aufgezeigt. Es sind aber keine Bücher in dem nur steht, wie man es
nicht machen soll, sondern es bietet Werkzeuge, mit denen man eine
bessere Kommunikation mit sich selbst und mit den Menschen um einen
herum erreichen kann. Im ersten Teil geht es um die 4 Ebenen die
eine Aussage hat. Im zweiten Buch geht es um die verschiedenen
möglichen Stile bzw. Charaktereigenschaften die Menschen aufzeigen.
Die Krönung dieser Trilogie ist das Band 3. Im dritten Buch geht es
um das innere Team. Die Bücher sind sehr empfehlenswert.
Zusammen mit Band 1

Hans J*** (
9. April
2008)
Zusammen mit Band 1 ist dieser Band meine Grundlage für meine
Kommunikations-Themen in meinen Seminaren. Umfassende Einführung in
die Psychologie der Kommunikation, verständliche Darstellungen,
nachvollziehnare Wissenschaft. Viel meiner Seminarteilnehmer kaufen
sich diese Bücher, nachdem ich sie eingeführt habe.
sehr gute Ergänzung zum ersten Band

Henrike S*** (
25.
September 2007)
Dieser zweite Band eignet sich sehr gut als Ergänzung zum ersten
Band.
Genauso wie Band 1, ist er auch für "Nicht-Fachleute" gut
verständlich,anregend und nicht überfordernd geschrieben.
Behutsam wird hier der Leser in zur Kommunikation hilfreiche
Erkenntnisse der Persönlichkeitspsychologie eingeführt.
Auch wenn hier Kommunikationsprozesse auf einer anderen Ebene
diskutiert werden als im ersten Band, so finden sich beide Ebenen
im zwischenmenschlichen Alltag miteinander verwoben wieder.
Sicher sind diese theoretischen Abhandlungen nicht immer adäquat
auf den Alltag zu übertragen.
Ziel dieses Buches ist vielmehr, Menschen für diese Art von
Betrachtung im täglichen Umgang miteinander empfänglich zu machen;
sich selbst und den Kommunikationspartner von einer anderen Warte
aus betrachten und achten zu lernen.
Diese Kommunikationspsychologischen Erkenntnisse sind weniger als
Patentrezept oder Zusicherung zum problemfreinen
Kommunikationsaustausch gedacht, wie es häufig in
populärwissenschaftlicher Literatur vorzufinden ist.
Sie sind vielmehr der Feind von vorschnellen Schlüssen, Vorurteilen
oder Etikettierungen, die einen fairen Kommunikationsaustausch
behindern.
Wie unterschiedlich wir miteinander reden

R.S. (
18. Februar
2004)
Hatte sich Schulz von Thun im ersten Band mit den Ursachen von
Kommunikationsproblemen beschäftigt und erklärt wie man damit
umgehen könnte so schlägt er hier einen anderen Weg ein. Es geht
hier darum die unterschiedlichen Kommunikationsstile der Menschen
zu untersuchen, systemisch zu analysieren und Tipps zu geben, wie
man sein eigenes Spektrum erweitern kann.<p>Was also kann man
sich unter diesen unterschiedlichen Stilen vorstellen. Dazu sei
kurz ein Beispiel gegeben: Wenn der Autor vom selbstlosen Stil
spricht, so meint er jenen Personentypus, der permanent
durchklingen lässt, dass seine einzige Lebensaufgabe sei, dem
anderen zu Diensten zu sein. Hier wird dann eben erläutert wie es
kommt, dass dieser Stil in einem Menschen entsteht, dann wird
untersucht wie dieser Stil dazu führt, dass er bei entsprechenden
Partner immer weiter verstärkt wird. Abschließend zu jedem Kapitel
versucht Schulz von Thun Anregungen zu geben wie man diese
Teufelskreise durchbrechen kann und wie jemand der sich dieses
Kommunikationsstils bedient, weitere Optionen erhalten kann um sein
eigenes Handlungsspektrum zu erweitern.<p>Das Buch ist ganz
bestimmt interessant, im Vergleich zum ersten Band jedoch ist der
Praxisbezug weniger deutlich zu spüren. Es ist dazu geeignet
Menschen besser zu verstehen, aber weniger gut geeignet, dieses
Wissen auch unterstützend umzusetzen. Konnte ein Pädagoge bzw.
Manager aus dem ersten Band wirklich viele Tipps mitnehmen, so ist
dieser Band wohl weniger deutlich in diese Richtung ausgeprägt. Das
Buch entstand einige Jahre nach dem ersten Band, und insofern haben
sich teilweise auch schon andere Sichtweisen für Spezialfälle
ergeben. Schulz von Thun ist weniger dogmatisch geworden und ist
auch offen genug, Fehler zu korrigieren. Wurden im ersten Band
Du-Botschaften noch absolut verdammt, so wird dieses Dogma hier nun
relativiert.<p>Insgesamt würde ich das Buch empfehlen, Sie
sollten jedoch wissen was Sie erwartet. Sehr viel interessante
Theorie und damit verbunden auch mehr Verständnis für Situationen
und Menschen. Eine wesentlich Erweiterung der Handlungsoptionen,
die man aus dem ersten Band zweifellos mitnehmen kann, wird man
hier aber nicht mehr finden.
Miteinander 2 (u.a. im pädagogischen Zusammenhang)

(
31. Dezember
2003)
Band 2 von Miteinander reden richtet das Augenmerk des Lesers auf
unterschiedliche Kommunikationsstile verschiedener Menschen. Schulz
von Thun definiert acht Kategorien: Den bedürftig-abhängigen, den
helfenden, den selbstlosen, den aggressiv-entwertenden, den sich
beweisenden, den bestimmend-kontrollierenden, den sich
distanzierenden sowie den mitteilungsfreudig-dramatisierenden Stil.
Die Verknüpfung zu Band 1, in welchem das Nachrichtenquadrat
eingeführt wurde, wird hergestellt, indem für jeden
Kommunikationsstil typische, vom Sachinhalt unabhängige
Grundbotschaften der drei �Soft�-Aspekte hergeleitet
werden.<p>Alle Menschen sind Träger sämtlicher Stile - sie
treten jedoch je nach Situation und vor allem je nach
Kommunikationspartner in unterschiedlicher schwacher oder starker
Ausprägung zum Vorschein. Zur Veranschaulichung der Interdependenz
von Kommunikationspartnern behilft sich Schulz von Thun des
Teufelskreis-Schemas. Dieses veranschaulicht die Tatsache, dass
Äusserungen des einen Kommunikationspartners die innere
Befindlichkeit des anderen beeinflussen. Dessen Äusserungen
tangieren wiederum die innere Befindlichkeit des ersten
Kommunikationspartners. Je nach Dynamik kann es sich um
symmetrische oder komplementäre Teufelskreise handeln. Des Weiteren
bringt Schulz von Thun an, dass das Geschlecht sowie die
persönliche Entwicklungsgeschichte zur Folge haben, dass ein
einzelner oder mehrere Kommunikationsstile stärker ausgeprägt sind
als andere. Die einzelnen Kommunikationsstile können weder als gut
noch als schlecht taxiert werden. Es kommt auf die jeweilige
Ausprägung des Stils an. Ausgehend von einer Ausprägung kann ein
Werte- und Entwicklungsquadrat konstruiert werden, mit Hilfe dessen
abgestimmte Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung entworfen
werden können.<p>Mitenander 2 bietet �Hilfe zur Selbsthilfe�,
indem es die Wahrnehmung des Lesers für Kommunikationsabläufe
schärft und Verbesserungsmöglichkeiten vorschlägt. Schulz von Thun
gibt jedoch keine Ratschläge bezüglich des eigenen Verhaltens, auch
fehlen Ratschläge zur Unterstützung des Kommunikationsverhaltens
des Gesprächspartners. Ich bemängle, dass einige
Kommunikationsstile beruflichen Subkulturen zugeordnet werden
(kaufmännisch-technische und soziale Berufe). Eine solche
Schubladisierung scheint etwas einseitig. Er versucht jeweils auch,
die Kommunikationsstile einem oder beiden Geschlechtern zuzuweisen.
Die Frau emanzipiert sich jedoch - dem nach sind, vor allem was die
jüngeren Generationen anbelangt, die einzelnen Stile nicht mehr
eindeutig Mann oder Frau zuzuordnen.<p>Es gilt zu beachten,
dass Kommunikation von der Situation und dem Kommunikationspartner
abhängig ist. Für die Gestaltung von Lehren und Lernen ist es
wichtig zu wissen, dass der eigene Kommunikationsstil von der
eigenen Vergangenheit, von Fach, Ort und Zeit sowie von den
Schülern resp. der Klasse als Kommunikationspartner abhängt. Nicht
nur die einzelnen Schüler, sondern auch ein Klassenverband als
Ganzes oder einzelne Lager innerhalb einer Klasse bringen
ihrerseits wiederum einen oder mehrere Kommunikationsstile zum
Vorschein. Lehrkräfte sollten diese verschiedenen
Interaktionsebenen kontinuierlich reflektieren. Insbesondere im
Falle der Aufdeckung eines konfliktären Teufelskreises soll mit
Hilfe der Konstruktion eines Werte- und Entwicklungsquadrates die
Verbesserung der eigenen Kommunikationsfähigkeit an die Hand
genommen werden.